Liebe Wettringerinnen und Wettringer,
die letzten Tage des Jahres laden uns ein, einen Moment innezuhalten. Zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel entsteht eine besondere Zeit – eine Zeit der Rückschau, aber auch des Aufbruchs. Wir blicken auf ein Jahr zurück, das uns gefordert und zugleich als Gemeinschaft in unserer lebendigen Gemeinde gestärkt hat. Und wir richten den Blick nach vorn auf ein neues Jahr, das Chancen bereithält und uns gemeinsam Verantwortung übernehmen lässt.
Das Jahr 2025 war für Wettringen von wichtigen Fortschritten geprägt. Mit dem Beginn der Erweiterung unseres Schulzentrums haben wir einen wichtigen Schritt hin zu modernen und zukunftsfähigen Bildungsbedingungen für die Ludgerus‑Grundschule wie auch für die Realschule getan. Auch im Freizeitbereich hat sich viel getan: Die Maßnahmen im Campingpark stehen kurz vor dem Abschluss, und unsere Schwimmhalle profitiert von baulichen Anpassungen und Verbesserungen. Im Gewerbegebiet wurden Straßen ausgebaut, neue Flächen entwickelt und im Gemeindegebiet wurden zahlreiche Wirtschaftswege erneuert, die auch als Radwege genutzt werden.
Kommunalpolitisch war 2025 ebenfalls ein besonderes Jahr. Die Kommunalwahl im September hat die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat bestätigt. Für mich persönlich begann mit der Übernahme des Bürgermeisteramtes vor knapp zwei Monaten ein neuer Abschnitt. Ich empfinde diese Aufgabe als große Ehre und Verpflichtung – und sie bereitet mir nicht zuletzt dank der engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung, der konstruktiven Zusammenarbeit im Gemeinderat und der breiten Unterstützung der Wettringer Bevölkerung viel Freude.
Der Blick nach vorn macht zugleich deutlich: Die Rahmenbedingungen für Kommunen werden zunehmend anspruchsvoll. Umso wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den vorhandenen Mitteln. Den Haushaltsplan für 2026 haben Rat und Verwaltung frühzeitig und einstimmig beschlossen. Wir investieren weiter gezielt in Bildung, Betreuung, Infrastruktur und Klimaschutz und achten zugleich darauf, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Betriebe nicht zusätzlich zu belasten. Trotz steigender Kosten, hoher Investitionsbedarfe und konjunktureller Unsicherheiten – etwa bei der Gewerbesteuer – halten wir an stabilen und niedrigen Steuersätzen fest. Unser Ziel bleibt klar: Wettringen soll langfristig handlungsfähig, verlässlich und lebenswert bleiben.
Eine große Stärke unserer Gemeinde ist und bleibt das Miteinander. Wettringen lebt vom Engagement vieler Menschen: in Vereinen und Verbänden, in Kirchen, Initiativen und Nachbarschaften, im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich. Das Ehrenamt prägt das Gesicht unseres Ortes und macht seine hohe Lebensqualität aus. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich auf diese Weise einbringen – ebenso den pflegenden Angehörigen, den Rettungs- und Einsatzkräften, der Freiwilligen Feuerwehr, den Mitarbeitenden der Gemeinde sowie den Mitgliedern des Gemeinderates. Oft im Hintergrund, aber stets unverzichtbar tragen Sie dazu bei, dass Wettringen gut funktioniert und sich weiterentwickelt.
Einen besonderen Geburtstag darf im kommenden Jahr unser Bundesland feiern: Nordrhein-Westfalen feiert 2026 sein 80-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum erinnert uns daran, wie viel sich seit 1946 positiv entwickelt hat – und wie wertvoll Demokratie, Frieden und Freiheit, Zusammenhalt und Verantwortung sind.
Zum Jahreswechsel denken wir auch und besonders an die Menschen, denen es nicht gut geht - an die älteren und kranken Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Gemeinde. Möge die Gewissheit, dass Krankheit nicht das letzte Wort über uns hat, Ihnen immer wieder Kraft und Zuversicht schenken.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien einen gelungenen Start in ein gutes Jahr 2026 – mit Gesundheit, Glück, Vertrauen und vielen wertvollen Momenten des Miteinanders in unserem lebens- und liebenswerten Wettringen.
Ihr
Andreas Lastering
Bürgermeister

