Kirchenglocke der Friedenskirche Wettringen muss vorerst schweigen
Evangelische Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen wartet auf Gutachten – Instandsetzungskosten voraussichtlich zwischen 5.000 und 12.000 Euro
Die Kirchenglocke der Evangelischen Friedenskirche in Wettringen schweigt seit dem vergangenen Donnerstag. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Glockenanlage hatte ein offiziell bestellter Gutachter Mängel an der Glockenaufhängung sowie am Holzgebälk des Glockenstuhls festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde die Glockenanlage daraufhin mit sofortiger Wirkung stillgelegt.
Für viele Wettringerinnen und Wettringer ist das Geläut der Friedenskirche ein vertrauter Bestandteil des Tagesrhythmus. Täglich um 12:00 Uhr und um 18:00 Uhr war die Glocke bislang im Ort zu hören. Nun bleibt es zu diesen Zeiten vorerst still.
Für die Evangelische Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen kommt diese Entwicklung überraschend und außerplanmäßig. „Gerade einmal vor zwei Jahren wurde der Glockenstuhl nach einer Generalüberholung wieder in Betrieb genommen. Insofern sind wir als Kirchengemeinde über diese Nachricht geschockt“, erklärt Sönke Delarue, Vorsitzender des Presbyteriums.
Auch Pfarrerin Dr. Gesine Schauerte zeigte sich fassungslos darüber, dass die Kirchenglocke der Friedenskirche in Wettringen nach so kurzer Zeit seit der Generalsanierung erneut schweigen muss. Für die Gemeinde sei dies ein schmerzlicher Einschnitt, da das Geläut nicht nur zu Gottesdiensten und kirchlichen Anlässen, sondern auch im Alltag vieler Menschen im Ort eine vertraute Rolle spiele.
Die Kirchengemeinde wartet nun auf das schriftliche Gutachten, um die weiteren Schritte zur Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme der Glockenanlage einleiten zu können. „Wir warten händeringend auf das Gutachten. Erst auf dieser Grundlage können wir belastbar entscheiden, welche Maßnahmen notwendig sind und wie schnell eine Reparatur umgesetzt werden kann“, so Delarue.
Auch die politische Gemeinde wurde bereits über die Situation informiert. „Ich habe Bürgermeister Andreas Lastering persönlich über die Stilllegung der Glockenanlage informiert“, berichtet Delarue. Auch von Seiten der Gemeinde Wettringen bestehe die Hoffnung, dass das vertraute Kirchengeläut bald wieder zu den gewohnten Zeiten zu hören sein wird.
Nach einer ersten mündlichen Einschätzung des Gutachters muss die Kirchengemeinde mit Instandsetzungskosten in einer Größenordnung von etwa 5.000 bis 12.000 Euro rechnen. Für die Kirchengemeinde bedeutet dies eine erhebliche außerplanmäßige Belastung. Die genaue Höhe der Kosten hängt nun vom schriftlichen Gutachten, der technischen Bewertung und den daraus folgenden Reparaturmöglichkeiten ab.
Die Friedenskirche ist nicht nur Gottesdienstort der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen in Wettringen, sondern auch ein sichtbares und hörbares Zeichen evangelischen Lebens im Ort. Umso schmerzlicher sei das derzeitige Schweigen der Glocke, betont der Presbyteriumsvorsitzende.
„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Presbyterium spätestens zu Weihnachten 2026 das gewohnte Kirchenläuten der Friedenskirche wiederherzustellen“, sagt Sönke Delarue. Bis dahin bittet die Kirchengemeinde um Verständnis dafür, dass die Glocke aus Sicherheitsgründen nicht geläutet werden kann.
Die Evangelische Kirchengemeinde wird nach Vorliegen des Gutachtens über die weiteren Schritte informieren.
Bildunterschrift:
Die Glocke der Friedenskirche in Wettringen schweigt für die kommende Zeit.
Eine Pressemeldung der Evangelischen Kirchengemeinde Neuenkirchen-Wettringen

