Heimatpreis 2026: Engagement, das Wettringen verbindet
Elisabeth-Konferenz gewinnt den Heimatpreis – „Radeln ohne Alter“ und die Rentnergruppe des Heimatvereins teilen sich den zweiten Platz
Heimat entsteht dort, wo Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und Gemeinschaft leben. Wie vielfältig dieses Engagement in Wettringen ist, zeigte sich bei der mittlerweile achten Verleihung des Heimatpreises der Gemeinde Wettringen im Heimathaus. Aus insgesamt neun Bewerbungen wählte die Jury drei Preisträger aus.
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 2.500 Euro erhielt die Elisabeth-Konferenz Wettringen. Seit vielen Jahrzehnten engagieren sich die ehrenamtlichen Helferinnen insbesondere für ältere, hilfsbedürftige oder alleinstehende Menschen. Ihr Angebot reicht vom wöchentlichen Seniorenstübchen über gemeinsame Nachmittage, Ausflüge und „ELKO kocht“ bis hin zur ganz persönlichen Unterstützung von Menschen, die Hilfe oder einfach Gesellschaft benötigen.
Bürgermeister Andreas Lastering würdigte bei der Preisverleihung nicht nur die drei Gewinner, sondern ausdrücklich alle Bewerberinnen und Bewerber: „Alle Projekte sind preiswürdig. Ihr alle stärkt die Gemeinschaft, gestaltet das Leben und das Miteinander in unserer Gemeinde.“
Zwei zweite Plätze für gelebte Gemeinschaft
Mit jeweils 1.250 Euro wurden zwei Projekte auf dem zweiten Platz ausgezeichnet.
Das Projekt „Radeln ohne Alter“ des Heimatvereins ermöglicht Menschen mit eingeschränkter Mobilität, wieder stärker am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Ehrenamtliche „Piloten“ sind mit einer Rikscha in Wettringen und Umgebung unterwegs – und schenken ihren Fahrgästen damit nicht nur Mobilität, sondern auch Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse. Seit dem Start im Jahr 2024 ist das Angebot auf große Resonanz gestoßen.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Rentnergruppe des Heimatvereins. Seit mehr als 35 Jahren kümmern sich die Ehrenamtlichen ganzjährig um das Heimathaus und sein Umfeld. Pflegearbeiten gehören ebenso dazu wie Reparaturen und zahlreiche handwerkliche Projekte – vom Bau von Rastplätzen und eines Rikscha-Unterstandes bis zur Restaurierung historischer Geräte und Wegekreuze. Vieles von dem, was rund um Wettringens „gute Stube“ selbstverständlich erscheint, ist ihrem langjährigen Einsatz zu verdanken.
Neun Bewerbungen zeigen die Vielfalt des Ehrenamtes
Dass ehrenamtliches Engagement in Wettringen viele Gesichter hat, machten auch die weiteren Bewerbungen deutlich. Mit dabei waren die Danz Mamsells, die Pfadfinder Wettringen, der IG Wettringer Oldtimer Stammtisch, der Imkerverein Neuenkirchen-Wettringen, die Michaelspatzen der St.-Petronilla-Gemeinde sowie die Rasthütte „Brechte 9“. Die Projekte reichen damit von Kinder- und Jugendarbeit über Brauchtum, Kultur und Umweltbildung bis hin zu sozialen Angeboten und der Pflege besonderer Treffpunkte.
Auch sie erhielten als Zeichen der Anerkennung ein Präsent der Gemeinde.
„Heimat bedeutet für viele Menschen Lebensqualität – einen Ort, an dem man mitgestalten kann, an dem Freunde und Familie sind und an dem man sich zugehörig fühlt“, betonte Bürgermeister Lastering. Genau davon lebe Wettringen: von Menschen, die nicht nur darüber sprechen, was Gemeinschaft ausmacht, sondern sie ganz selbstverständlich leben.
Der Heimatpreis wird durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert und stellt herausragendes ehrenamtliches Engagement in den Mittelpunkt. Insgesamt stehen jährlich 5.000 Euro Preisgeld zur Verfügung. In Wettringen wurde der Preis 2026 bereits zum achten Mal vergeben.

