Neujahrsgruß 2021 des Bürgermeisters

    Liebe Wettringerinnen, liebe Wettringer!

     

    Ich hoffe, Sie hatten trotz der Einschränkungen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, auch wenn es etwas andere Festtage waren als gewohnt. Und so dürfte es nun in wenigen Stunden ebenfalls beim Jahreswechsel sein.

     

    Welch ein Jahr geht zu Ende! Turbulent, außergewöhnlich und herausfordernd.

    Ein Virus - eine Pandemie - ließ vieles in unserer gewohnten Welt unwirklich werden.

    Wir alle mussten uns auf eine neue, besondere und für einige auch belastende Situation einstellen

     

    Und das Virus wird auch noch das neue Jahr beherrschen. Der Schutz der Menschen hat weiterhin höchste Priorität. Die Gesundheit aller gilt es zu schützen. Wer hätte damit vor 365 Tagen gerechnet?

    Die harten Entscheidungen des Lockdowns betreffen uns alle und wir tun gut daran, die alternativlosen Einschränkungen mit Selbstdisziplin einzuhalten. Ich möchte an Sie alle appellieren, halten Sie sich weiterhin an die Vorgaben. Wir selbst haben es in der Hand, nicht Politiker oder Ordnungsämter.

     

    Trotz des Krisenjahres mit dem weltweit beherrschenden Thema haben wir einiges bewirken können für unsere Gemeinde. Geht man mit offenen Augen durch das Gemeindegebiet, sieht man Veränderungen: Der neue Mehrgenerationen- und Bewegungspark wurde im März dieses Jahres eröffnet. Straßen und Radwege wurden saniert, erneuert oder neu angelegt. Der Gemeinschaftsgarten wurde fertiggestellt. In diesen Tagen wurde die Neugestaltung des Busbahnhofes abgeschlossen. Das Wohnbaugebiet „Prumenkamp“ wächst, einige Häuser sind bereits fertiggestellt. Die fünfte Kindertageseinrichtung ging im August an ihrem vorübergehenden Standort an den Start. Die Private Realschule wurde mit großer Rückendeckung aus Politik und Bevölkerung auf den Weg gebracht. Das Glasfasernetz im Außenbereich kommt voran - und die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig das „schnelle Netz“ ist.

     

    Ich möchte heute noch einmal all denen danken, die daran mitgearbeitet haben, dass unsere Gemeinde, „dat Hiärtken van de Wiält“, weiter das bleibt, was es ist - lebendig, lebens- und liebenswert. Eine unverzichtbare Säule hierbei sind auch die Ehrenamtlichen, die sich in den zahlreichen Vereinen, Verbänden, Kirchen, Initiativen, Gruppen oder in sonstiger Weise vielfältig einbringen. Auch für sie, die sich ohne Entgelt für andere engagieren, galt es, besondere Herausforderungen zu bewältigen.  

     

    Dankbar sein dürfen wir zudem dem Einzelhandel und den Gewerbetreibenden. Sie haben wiederum dazu beigetragen, in der Advents- und Weihnachtszeit den Ort zu schmücken, für eine positive Atmosphäre zu sorgen. Sie haben mit Tatkraft und Ideen in dieser schwierigen Zeit Angebote entwickelt und den Standort Wettringen gestärkt.

     

    Wir dürfen trotz Corona - diesem allgegenwärtigen Thema - andere Dinge nicht aus den Augen verlieren.

     

    Was erwartet uns 2021? Was bringt das neue Jahr?

     

    Auf jeden Fall eine*n neue*n Kanzler*in, denn im September stehen die Bundestagswahlen an. Angela Merkel gibt ihr Amt auf. Wird die Konjunktur sich erholen?

    Wie schnell wird der Impfstoff dazu beitragen, wieder ein „normales“ Leben führen zu können?

     

    Und vor Ort? Denken wir zum Beispiel an die Schaffung von neuem Wohnraum, den Bau einer Kindertagesstätte, an die Entwicklungen im Einzelhandel mit der Schaffung eines Cafés, die Modernisierungen des Schulzentrums für die Realschule, aber auch an die weiteren Stärkungen und Verbesserungen des Radverkehrs, der in der Pandemie weiter an Bedeutung gewonnen hat.

     

    Festzuhalten bleibt, es wird einiges bewegt, um unsere Gemeinde attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten. Der Gemeinderat hat Mitte Dezember den Haushalt 2021 einstimmig beschlossen. Das ist ein gutes und ermutigendes Signal von Gemeinsamkeit in dieser schwierigen Zeit. Die Belastung der Bürgerinnen und Bürger und der Unternehmen wird weder durch kommunale Steuern noch durch gemeindliche Abgaben erhöht - und das bei außergewöhnlichen Rahmenbedingungen.

     

    Die sozialen Kontakte mussten deutlich reduziert werden, bekannte und liebgewordene Gewohnheiten wie Feste, Feiern oder traditionelle Vereins-/Veranstaltungen fielen aus.

     

    Bei allen Überlegungen müssen wir mehr denn je den direkten zwischenmenschlichen Kontakt halten und schätzen, diesen kann keine Videokonferenz, können keine Chats oder sonstigen technischen Entwicklungen ersetzen. Wir lieben die Gemeinschaft, die Geselligkeit, brauchen die Nähe und Vertrautheit zu anderen, die uns am Herzen liegen. Je schwieriger die Zeiten sind, desto wertvoller ist ein herzliches Miteinander.

     

    Von besonderer Bedeutung sind in diesen Tagen Einsatz und Unterstützung über die Feiertage, über den Jahreswechsel: Ob beruflich oder ehrenamtlich - in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, bei der Polizei und der Feuerwehr oder in Notdiensten - hier engagieren sich viele Menschen mit vereinten Kräften für uns, für unser Wohlergehen. Ihnen allen gilt erneut unser aufrichtiger Dank.

     

    Denken wir positiv. Jetzt, kurz vor der Jahreswende, ist der Impfstoff da. „Damit wird das Licht am Ende des Tunnels ein klein wenig heller“, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. „Bleiben wir auf den letzten Metern vernünftig und geduldig, dann werden wir nach und nach vieles wieder tun können, auf das wir lange verzichten mussten“, so der Bundespräsident weiter.

    Blicken wir also zuversichtlich nach vorne. Wir halten unser Schicksal und somit auch unsere Chancen in den eigenen Händen

     

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für das neue „Hoffnungsjahr“ Zuversicht, Glück, Gesundheit und Gottes Segen.

     

    Freuen wir uns auf das neue Jahr. Wir müssen und werden die Krise gemeinsam überwinden!

     

    Mit herzlichen Grüßen

     

    Berthold Bültgerds

    (Bürgermeister)

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