Ostern, Corona und Danke!

    Liebe Wettringerinnen, liebe Wettringer, lieber Schülerinnen und Schüler!


    Endlich Osterferien. Freude bei den Schülerinnen und Schülern, natürlich auch bei den Eltern und Lehrern.

    So oder so ähnlich dürfte es normalerweise sein. Freude auf Freizeit, ausschlafen, eine lernfreie- und eben unbeschwerte Zeit.


    Seit drei Wochen ist aber alles anders, Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Gesperrte Spiel- und Sportplätze, Hallenbäder, Freizeiteinrichtungen und vieles mehr.

    Uns allen wird deutlich, dass sich etwas grundlegend verändert hat. Wir müssen lernen mit Corona umzugehen, wir müssen diesen Virus mit seinen Folgen ernst nehmen.

    Für alle sind es schmerzhafte Einschnitte im öffentlichen, beruflichen und privaten  Leben. Kurzarbeit, ein Wort, das wir viele Jahre nicht mehr gehört haben, Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Kommt nach der Krise die Wirtschaft sofort wieder in Schwung, wie lange belastet uns Corona?

    Oder: Was ist mit den Mai-Partys, den Schützenfesten und weiteren liebgewonnenen Veranstaltungen und Traditionen? Was ist mit dem Osterfest? Selbstverständliches ist nicht mehr selbstverständlich. Wir alle spüren, die Einschränkungen werden noch eine Weile andauern, aber über allem steht die Gesundheit.


    Auch wir als Gemeinde werden die Auswirkungen spüren. Weniger Einnahmen, höhere Aufwendungen – das wird den Gemeindehaushalt in naher Zukunft, aber auch in den nächsten Jahren belasten. 


    Ein Lob und Dank an dieser Stelle an alle Wettringerinnen und Wettringer. Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte, Senioren. Ihr, Sie habt/haben sich bislang vorbildlich an die Vorgaben gehalten, die Sozialkontakte so weit wie möglich einzuschränken. Gehen Sie den eingeschlagenen Weg weiter mit, konsequent, im Interesse aller.


    Und nun steht Ostern vor der Tür. Das Fest der Auferstehung. Hoffnung, Glaube – so wie im realen Leben.

    In diesen Tagen verändern sich Prioritäten. Wir erkennen die Leistungen der Mediziner, ihrer Mitarbeiter, der Pflegekräfte, wir müssen ihnen und den Verkäuferinnen und Verkäufern im Einzelhandel, den Lastwagenfahrern, den Postboten und vielen anderen danken. Und wir haben den Verantwortlichen in Bund und Land zu danken, ihr Engagement ist großartig. Last but noch least gilt unser Dank dem Kreis Steinfurt mit seinem Krisenstab, der sich in diesen Wochen –wie auch andere- über das normale Maß hinaus engagiert.


    Für die Gemeinde werden wir es nicht bei netten Worten belassen. Wir werden alsbald möglich all´ diejenigen einladen und danken, die jetzt für uns da sind – wir wollen dann für sie da sein. Näheres dazu später, dann, wenn das öffentliche Leben sich wieder normalisiert hat.

    Lassen Sie sich gerade auch in diesen Tagen nicht von FakeNews, falschen Nachrichten, verunsichern. Denken wir positiv – nach dieser Zeit wird es wieder bessere Tage geben.


    Zum Schluss noch ein Zeichen der Hoffnung. Mehr als 50 Freiwillige haben sich gemeldet, die in der Not helfen, anpacken und unterstützen wollen, dort wo es erforderlich wird. Das zeigt: Wettringen ist auch in dieser schwierigen Zeit solidarisch. Herzlichen Dank dafür! Lassen Sie uns dieses Miteinander auch in die Zeit danach mitnehmen.

    Nächstenliebe, Wertschätzung und Dankbarkeit, all diese Werte stehen wieder im Vordergrund unseres Alltags.


    Alles Gute und Gottes Segen! Frohe Ostern für Sie und Ihre Angehörigen, „Frieden und Wohlergehen“. In diesem Sinne: Bleiben sie gesund!  

     

    Berthold Bültgerds

    Bürgermeister

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